Innichen
Sehenswerter Ort
Innichen
Hübsches Städtchen im Hochpustertal
Innichen ist neben Bruneck und dem österreichischen Lienz die einzige Stadt in der Region rund um das gesamte Pustertal. Dementsprechend hat sich das kleine und äußerst schöne Städtchen zum Zentrum im Hochpustertal und den angrenzenden Tälern entwickelt. Trotz aufstrebendem Tourismus auch hier, hat das Zentrum von Innichen im Gegensatz zu den umliegenden Hotelburgen richtig städtischen Charakter. Die relativ gute Infrastruktur sowie das große Erlebnisbad Acquafun sorgen vor allem bei Schlechtwetter für einen regelrechten Sturm der kleinen Stadt. Innichen hatte aber auch historisch eine wichtige Bedeutung für die Region. Mit dem Bau der ersten Stiftskirche begann die Christianisierung und auch Germanisierung des Pustertals. Drei schöne Gotteshäuser zeugen heute immer noch von der religiösen Bedeutung der Stadt für das Pustertal.
Stiftskirche und Kloster
Auf insgesamt zwei Vorgängerkirchen wurde 1284 die schöne romanische Stiftskirche von Innichen errichtet. Der große Turm dominiert noch heute das Stadtzentrum. Im Inneren des eindrucksvollen Kirchenbaus besonders bemerkenswert sind ein herrliches Relief im Tympanon im Eingangsportal sowie eine schöne Orgel mit bemalten Flügeln von Andreas Putz aus dem 17. Jahrhundert. Die Reste des Vorgängerbaus aus dem Jahre 1000, die heutige Krypta, erreicht man von beiden Seiten des Hauptaltars. Unbedingt gesehen haben sollte man auch das angeschlossene Stiftsmuseum. Es beinhaltet den Domschatz sowie einige Exponate sakraler Kunst und eine Handschriftensammlung. Einzigartig ist das Innicher Bergkristallkreuz aus purem Bergkristall. Angefertigt im oberitalienischen Raum kam es nach Innichen und erstrahlt nun im Stiftsmuseum in beeindruckender Schönheit. Ebenfalls einen Besuch lohnt das Franziskanerkloster am Ortsrand. Der barocke Bau beinhaltet einige Gemälde des Barockmalers Christoph Unterberger – darunter auch die „Gottesmutter mit Kind mit dem heiligen Franzsikus und dem davor knieenden heiligen Leopold“.
Altöttinger Kapelle und Heiliggrabkapelle
Eine weitere Besonderheit und zugleich einer der Höhepunkte in Innichen sind die Altöttinger und die Heiliggrabkapelle. Der kuriose Bau mit seinen drei Türmchen besteht aus einer achteckigen Kapelle mit aufgesetztem Turm (Altöttinger Kapelle), einem Kirchenschiff mit Türmchen (Passionskapelle) und einem weiteren Rundbau mit Türmchen und dem heiligen Grab (Heiliggrabkapelle). Dieser einmalige Kirchenbau entstand zwischen 1633 und 1653 und wurde von einem gläubigen Innicher Pilger gestiftet. Beeindruckt von der Gnadenkapelle in Altötting und der Grabeskirche in Jerusalem brachte er Pläne der dortigen Kirchen mit und ließ sie in kleinerem Umfang in Innichen nachbauen – das Ergebnis ist ein wirklich schöner Kirchenkomplex, den man gesehen haben sollte.
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